Leistungssport

Im Gegensatz zu gesunder, moderater Bewegung beanspruchen Leistungs- und Ausdauersportler den Körper bedeutend stärker. Das tägliche Training um bessere Leistungen in Wettkämpfen zu erreichen (Leistungssport) oder die anstrengende Aufrechterhaltung von Bewegung über einen möglichst langen Zeitraum (Ausdauersport), lassen den Organismus regelmäßig an seine Grenzen stoßen. Die Leistung und Kraft soll gehalten bzw. gesteigert werden.

Der Stoffwechsel ist erhöht. Durch nur kurze Regenerationszeiten neigen Sie zur Erschöpfung und sind oft anfälliger für Infektionskrankheiten. Die größere Sauerstoffzufuhr unterstützt die Bildung von Freien Radikalen, die Muskelzellen und Immunabwehr schwächen.

Die meist fettarme Ernährung von Ausdauer- und Leistungssportlern dient zwar der Fitness, weil sie weniger schwer im Magen liegt, die Atmungstiefe nicht beeinträchtigt und weder müde noch durstig macht. Sie führt aber zugleich zu nachlassender Spann- und Leistungskraft.

Trotz erhöhten Bedarfs werden weniger lebenswichtige Mineralstoffe aufgenommen. Gleichzeitig werden sie durch den erhöhten Flüssigkeitsverlust beim Schwitzen vermehrt ausgeschieden. Insbesondere Natrium wird dabei verloren, aber auch Zink wird im Verhältnis 1 mg pro Liter Schweiß reduziert.

Der Bedarf an Mikronährstoffen, z.B. Spurenelementen, liegt bei Ausdauer- und Leistungssportlern nicht nur wegen ihres größeren Verlustes höher, sondern auch weil diese Katalysatoren des Stoffwechsels sind und sich an anabolen Prozessen, z.B. dem Muskelaufbau, beteiligen. So ist der Zinkgehalt in trainierten Muskeln deutlich höher als in untrainierten. Beim Sport werden Mineralien zwar nicht real verbraucht, aber aus den Depots freigesetzt. Der Zinkspiegel im Blut steigt dadurch erwiesenermaßen bei körperlicher Anstrengung. Die Gefahr besteht jedoch darin, die freigesetzten Mineralstoffe mit der Körperflüssigkeit, z.B. Schweiß, zu verlieren.

Ein Mangel an den Vitaminen C und E sowie den Mineralien Selen und Zink tritt nachweislich bei Fußballern, Handballern, Schwerkraft- und Ausdauersportlern häufiger auf. Leistungssportler haben einen Mehrbedarf an Kalium, Phosphor und Zink, der bis auf die doppelte Menge des Durchschnittsbedarfs steigen kann.

Der Bedarf an den essentiellen Elementen des Lebens (Vitalstoffen) ist bei Ausdauer- und Leistungssportlern durch den Depotabbau und den Flüssigkeitsverlust deutlich erhöht. Wird dieser Bedarf nicht ausgeglichen, treten Mangelerscheinungen auf, die sich zunächst durch Leistungsabbau, verlängerte Regenerationsphasen und verstärkte Anfälligkeit für Krankheiten zeigt.

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